Die Regenflut des 13. August 2010 brachte schwere Überschwemmungen mit großen Sachschäden. Simmering war stark betroffen. In mehreren Treffen erarbeiteten die Bezirksvorsteherin Renate Angerer, die Gemeinderäte Harald Troch und Ernst Holzmann mit Umwelt-Stadträtin Ulli Sima und Fachleuten von Wienkanal den ehrgeizigen Aktionsplan Kanal plus.
Bei der Bürgerversammlung am 20. September 2011 konnten wir vielen Anrainern die geplanten Maßnahmen präsentieren:
Aktionsplan Kanal plus
Stufe 1: Kanal-Hebewerk Kaiser-Ebersdorf: rasch mehr Kapazität
Einsatz zusätzlicher "Regen- und Abwasser-Schnecken". Das sind Pumpanlagen, die bei vollen Kanälen pro Sekunde zusätzlich 22.500 Liter Abwässer aus dem Simmeringer Kanalsystem auspumpen können. Kosten: € 1.400.000,--, bereits in Betrieb
Schiebekammer Thürnlhof: zum Rückhalten von Wassermassen bei Regenflut und damit Entlastung des Kanalnetzes in Simmering.
Bereits fertig gestellt.
Stufe 2: Schutz Simmerings vor von außen kommenden Abwässern
Konkret: Reaktivierung der großen Becken der stillgelegten Kläranlage Blumenthal in Inzersdorf.
Speichervolumen: 20.000 m³.
So können die Abwässer aus Liesing zurückgehalten werden. Erst bei freien Kanälen in Simmering werden diese Abwässer in die Hauptkläranlage weiter geleitet.
Verwirklichung: 2011/2012
Stufe 3: Weitere Maßnahmen zum Zwischenspeichern von Abwässern bei Extremregen
1.) Projekt zur Errichtung eines neuen Abwasser-Speichers (Rückhalte-Becken) im Tiefgrund der Simmeringer Haide. Speicher-Volumen plus 20.000 m³. Die Stadt Wien spart dabei Kosten, indem die Anlage auf einem Grundstück der Stadt Wien errichtet wird: dem Mautner Fußballplatz.
Nach den Bauarbeiten wird der Fußballplatz wieder modern hergestellt und dient dem Simmeringer Sport.
2.) Bau eines neuen leistungsstarken Transport-Kanals zum geplanten Zwischenspeicher Simmeringer Haide. Verwirklichung: in Planung, Kosten: 30 Millionen Euro.